Klare Zuständigkeiten und erste Besetzungen / Seelsorgeräume, Kita-Holding und Kommunikation werden organisatorisch stärker verankert
>> mehr lesenBistumsprozess
Unter dem Leitwort „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ gestaltet das Erzbistum Paderborn seit April 2025 eine neue Etappe seines Bistumsprozesses. Im Mittelpunkt stehen zwei eng miteinander verbundene Vorhaben: Pastoraltransformation und Verwaltungstransformation. Beide reagieren auf tiefgreifende Veränderungen (u. a. weniger Personal, sinkende Ressourcen und veränderte Erwartungen) – mit dem Ziel, Kirche auch künftig nah bei den Menschen, verlässlich und handlungsfähig zu halten.
Pastoraltransformation – Seelsorge zukunftsfähig aufstellen
Die Pastoraltransformation will die Voraussetzungen schaffen, damit der Glaube auch unter neuen Rahmenbedingungen weiter gelebt und geteilt werden kann – vielfältig, biografisch relevant und verlässlich. Dafür werden Strukturen und Zusammenarbeit schrittweise weiterentwickelt.
Wesentliche Elemente der künftigen Struktur sind:
Maximal 25 Seelsorgeräume als größere pastorale Einheiten, in denen pastorales Personal eingesetzt wird.
Pastoralteams pro Seelsorgeraum, die je nach Profil und Aufgaben vor Ort zusammengesetzt werden.
Ein Pastorales Zentrum je Seelsorgeraum sowie zusätzliche „verlässliche Orte“, die vor Ort festgelegt werden (z. B. für Gottesdienst, Beratung, Begegnung, soziale Präsenz).
Ein klarer Zeithorizont: Die Errichtung der neuen pastoralen Struktur soll bis 2030 abgeschlossen sein; die langfristige Entwicklung wird bis in die Perspektive 2040 gedacht.
Verwaltungstransformation – Entlasten, vereinheitlichen, digitalisieren
Die Verwaltungstransformation folgt dem Grundsatz: „Verwaltung dient der Pastoral.“ Sie soll Haupt- und Ehrenamtliche vor Ort spürbar entlasten, damit mehr Zeit für den kirchlichen Auftrag bleibt – durch weniger Bürokratie, klarere Zuständigkeiten und bessere digitale Unterstützung.
Im Kern geht es um:
eine einheitliche Organisation mit klaren Verantwortlichkeiten,
digital und qualitativ optimierte Prozesse,
zugleich Nähe zu Pfarreien und Kitas sowie nachhaltige Qualitätssicherung.
Die Transformation der Verwaltungsstrukturen soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein und eine langfristig tragfähige Basis – u. a. für die Verwaltung von Kirchengemeinden und Kitas – sichern.
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