Termine

29.06.2020

Impuls zur Sommerpause

Ab Montag, 29. 06. finden Sie in der Gaukirche einen neuen Impuls unserer Reihe „MONTAGS um 12 – to go“ vor.
Mit diesem Impuls gehen wir in die Sommerferienpause und wünschen Ihnen dazu schon jetzt sonnige und erholsame Tage.
 
Nach den Sommerferien werden wir Sie hier informieren, wann und wie es mit unserem Impuls „MONTAGS um 12 ( – to go)“ weitergeht.
 
Bleiben sie gesund – und wenn das nicht geht –optimistisch,
Sie sind behütet
 
Ihre Citypastoral Paderborn
 
 
Sich finden lassen?

Die Kindheit der französischen Schriftstellerin Madeleine Delbrêl war stark beeinflußt durch antiklerikale und atheistische Überzeugungen. Im Laufe ihres Lebens begegnete sie allerdings Menschen die sie zur Auseinandersetzung mit dem Christentum ermutigten und so wurde sie eine große Mystikerin.

Zeit ihres Lebens galt Ihr Augenmerk den Schwachen und Armen, und gegen zahlreiche – auch innerkirchliche Widerstände – blieb sie sich und ihrer Glaubensüberzeugung treu. Schließlich wurde sie eingeladen an den Vorbereitungen zum zweiten Vatikanischen Konzil mitzuwirken, dessen Ende sie nicht mehr erlebte.

Ein Text von ihr gewinnt vor den Eindrücken der Corona-Krise eine besondere Bedeutung:

Geht in diesen Tag hinaus

Ohne vorgefasste Ideen,

ohne an Müdigkeit zu denken,

ohne Plan von Gott, ohne Bescheidwissen über ihn,

ohne Enthusiasmus, ohne Bibliothek –

geht so auf die Begegnung mit ihm zu.

Brecht auf ohne Landkarte – und wisst dass Gott unterwegs zu finden ist und nicht erst am Ziel.

Versucht nicht, ihn nach Originalrezepten zu finden, sondern im der Armut des banalen Lebens.

 

In der Armut des banalen Lebens?

Was kann das für uns heißen?

 

Vielleicht bedeutet es,

  • beim Bäcker, wenn ich draußen warten muß
  • wenn ich allein zuhause bin, da ich keinen Besuch bekommen darf
  • wenn ich den Nachbarn nur winken kann
  • wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin und den Vögeln zusehe
  • wenn meine Pläne durcheinandergewirbelt werden und zerplatzen
  • wenn ich mit Sorgen an die Zukunft denke

vielleicht bedeutet es, in diesen Momenten sich von Gott finden zu lassen.

 

Den Mut zum Abenteuer der Suche und des „Sich-Findenlassens“; wünscht ihnen die Citypastoral Paderborn,

       Michael Ax