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15.01.2024

Neujahrsempfang im Bischofshaus: Ernannter Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz nutzt Chance zur Vernetzung

Paderborn (pdp). Der Klerus des Dekanats Paderborn traf sich am Samstag, 13. Januar 2024, zum Neujahrsempfang im Bischofshaus. Auch der ernannte Paderborner Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz nutzte die Chance zur Vernetzung. Zum Empfang eingeladen hatte Diözesanadministrator Monsignore Dr. Bredeck, der das Erzbistum Paderborn bis zur Amtseinführung des künftigen Erzbischofs am 10. März leitet. Prälat Thomas Dornseifer, Ständiger Vertreter des Diözesanadministrators, warb in einer Ansprache darum, gute Gründe für den Glauben wirksam zu machen: „Wir müssen die Botschaft Jesu leben. Sie macht froh, stellt den Menschen in die Mitte und hat eine zeitlose Aktualität.“

Der künftige Erzbischof Udo Markus Bentz freute sich sehr, in Paderborn zu sein und mit dem Klerus aus dem Dekanat Paderborn in einen ersten Austausch zu treten. In seiner Ansprache betonte der Ständige Vertreter Prälat Thomas Dornseifer, dass der Synodale Weg der katholischen Kirche in Deutschland als Format abgeschlossen sei, der gemeinsame Weg jedoch auch im synodalen Prozess der Weltkirche weitergehe. Der Ständige Vertreter forderte, beide Prozesse nicht gegeneinander aufzuwiegen. Synodalität müsse der Weg der ganzen katholischen Weltkirche sein: als Kultur des Aufeinanderhörens und des Respekts vor der anderen Meinung. „Diese Haltung fordert heraus, aber sie fördert die Einheit in Vielfalt“, zeigte sich Prälat Dornseifer überzeugt.

Im Sommer 2023 wurden turnusmäßig die Kirchenaustrittszahlen für das Vorjahr veröffentlicht: Im Erzbistum Paderborn sind 2022 insgesamt 26.911 Menschen aus der katholischen Kirche ausgetreten, im Dekanat Paderborn waren es 1.705. „Diese Zahlen tun weh. Das darf uns nicht gleichgültig sein“, machte der Ständige Vertreter beim Neujahrsempfang deutlich und bekräftigte: „Die Aufarbeitung von Missbrauch bleibt für uns im Fokus.“ Mit der unabhängigen Aufarbeitungskommission und dem Betroffenenbeirat gebe es seit 2022 im Erzbistum zwei weitere wichtige Säulen der Aufarbeitung.

Hinweistafel in der Bischofsgruft

Prälat Dornseifer verteidigte die vom Betroffenenbeirat angeregte Hinweistafel in der Bischofsgruft – als Erinnerung, dass die beiden Erzbischöfe Jaeger und Degenhardt den Schutz von Institution und Tätern über das Leid der Betroffenen gestellt haben. Die Kritik für die Tafel an diesem Ort sei bekannt. „Aber die Tafel ist Zeichen eines guten Dialoges mit den Betroffenen, der viel zu lange nicht stattgefunden hat“, erklärte der Ständige Vertreter.

Prälat Dornseifer dankte den Anwesenden stellvertretend „für alle Menschen in den Dekanaten unseres Erzbistums“ für das Weitergestalten des Glaubens während der Vakanz. Dem künftigen Erzbischof und bisherigen Mainzer Weihbischof und Generalvikar Udo Markus Bentz wünschte Prälat Thomas Dornseifer mit Blick auf Libori, „dass Sie auch unsere ‚Fünfte Jahreszeit‘ liebgewinnen. Libori macht es einem leicht, sich schnell in Paderborn heimisch zu fühlen.“

Kraftvoller Impuls

Pfarrer und Domkapitular Benedikt Fischer, der Leiter des Dekanates Paderborn, hieß den künftigen Erzbischof Udo Markus Bentz ebenfalls willkommen. Die Bekanntgabe der Ernennung im Dom beschrieb Fischer als „historische Stunde“ für das Erzbistum Paderborn: „So viele Menschen, die mit einer hoffnungsfrohen Stimmung den Dom erfüllten, gibt es in unseren Zeiten nicht häufig in der Kirche. Dieser kraftvolle Impuls ist ins Bistum gegangen. Die Wirkung sollte man nicht unterschätzen“, betonte der Domkapitular. 

Die Zeit der Vakanz sei „keine verlorene Zeit“ gewesen. „Neue Gesprächsformate sind ausprobiert und heiße kirchliche Eisen ins Wort gebracht worden“, konstatierte der Leiter des Dekanats Paderborn. Benedikt Fischer dankte Diözesanadministrator Dr. Michael Bredeck für den „hervorragenden Dienst“, Prälat Thomas Dornseifer für die „kraftvolle Unterstützung“ als Ständiger Vertreter und Dompropst Monsignore Joachim Göbel für dessen Einsatz mit Blick auf die Wahl des neuen Erzbischofs. 

Zur Amtseinführung von Dr. Udo Markus Bentz am 10. März wird das Dekanat den neuen Erzbischof mit einem Glockenkonzert zur Mittagszeit begrüßen. Die Glocken des Domes, der Busdorfkirche, der Gaukirche und der Abdinghofkirche werden voraussichtlich nicht nur geläutet, sondern einzeln angeschlagen. 

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Als besondere Gäste beim Empfang brachten die Sternsinger aus der Paderborner Pfarrei St. Liborius den Segen ins Bischofshaus. V.l. mit Dechant Benedikt Fischer, dem Ständigen Vertreter Prälat Thomas Dornseifer, Diözesanadministrator Monsignore Dr. Michael Bredeck und dem ernannten Paderborner Erzbischof Udo Markus Bentz. Foto: Erzbistum Paderborn