10.10.2018

Das Diözesankomitee im Erzbistum Paderborn startet in die 4. Amtszeit

der neue Vorstand des Diözesankomitees

das Diözesankomitee bei der konstituierenden Sitzung in Soest

Nadine Mersch aus Paderborn und Jan Hilkenbach aus Brilon sind die neuen Vorsitzenden des neu zusammen gesetzten Diözesankomitees. Gemeinsam mit der Vollversammlung und den neu gewählten Vorstandsmitgliedern Andrea Schütt (Paderborn), Reinhard Schulte (Bad Fredeburg) und Heribert Zelder (Paderborn) werden sie in den nächsten vier Jahren die Arbeit der Laienvertretung im Erzbistum Paderborn gestalten.
Die Mitglieder des Diözesankomitees erörterten in der konstituierenden Sitzung auch die Ergebnisse der MHG-Studie zum Missbrauch durch katholische Kleriker. Sie appellierten an das Erzbistum, sich der Opfer anzunehmen und zur lückenlosen Aufklärung beizutragen. Zudem betonten die Laien aus Verbänden und Dekanaten, dass in der Priesterausbildung, der Auswahl der Weihekandidaten und der Begleitung mehr dafür getan werden muss, den Klerikalismus zu überwinden und präventiv tätig zu werden.
„Im Diözesankomitee leben und erleben wir eine enorme Vielfalt von Glaubenspraxis und Themenfeldern, die engagierte Christinnen und Christen beschäftigen. Wir müssen Wege finden, auch Menschen, die der Kirche ferner stehen an Diskussionen zu beteiligen Unsere Beheimatung in den kirchlichen Strukturen darf nicht zur Abschottung führen, sondern sollte Strahlkraft für viele entwickeln.“ formulierte Nadine Mersch eine der Zukunftsaufgaben. „In unserer ersten Sitzung waren wir uns alle einige, dass die Stärkung der Ökumene, die Bewahrung der Schöpfung, der Schutz des Lebens und die gesellschaftliche Solidarität weiterhin unsere Kernthemen sein werden. Zu diesen und weiteren Themen werden wir diskutieren und auf christlichem Fundament Kirche und Gesellschaft mitgestalten, “ konkretisierte Nadine Mersch.
„Unsere Kirche braucht Zukunft. Besonders die jungen Christinnen und Christen erwarten klare Signale der Veränderung. Im Zukunftsbild des Erzbistums sind wichtige Zukunftsthemen beschrieben. Wir wollen in der neuen Legislatur gemeinsam an der konsequenten Weiterentwicklung der Ansätze. arbeiten, “ äußerte Jan Hilkenbach. „Es braucht eine höhere Transparenz bei Entscheidungen und die umfängliche Beteiligung von Laien an Beschlüssen innerhalb der Kirche, “ sagte Hilkenbach weiter.
In den vergangenen Monaten wurden in den Dekanaten Vertreter und Vertreterinnen der Pfarrgemeinderäte gewählt. Jeweils neun Mitglieder entsenden die Erwachsenenverbände (über die AG Katholische Verbände) und Jugendverbände (über den BDKJ Diözesanverband) sowie die Caritasfachverbände. Etwa ein Drittel der Mitglieder ist erstmals im Diözesankomitee vertreten, die anderen bringen ihre Erfahrung aus den vergangenen Jahren mit ein. Als weitere Einzelmitglieder wählten die Delegierten Regina Kopp-Herr (MdL), Heribert Zelder, Raphael Tigges (MdL), Walter Kern und Marlis Meermeier hinzu. Damit macht das Diözesankomitee deutlich, dass es sich weiterhin als eine kirchenpolitische und gesellschaftspolitische Stimme versteht. Mit den beratenden Mitgliedern Prälat Thomas Dornseifer (Bischöflicher Beauftragter) und Dagmar Hanses (Geschäftsführerin) startet die Laienvertretung nun mit 51 Mitgliedern in die vierjährige Amtszeit.

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