02.02.2017

Weil der Himmel uns braucht - Rückblick

Leidenschaftlich: Referent Eugen Eckert, der selbst seit 40 Jahren Lieder schreibt, dirigiert den Chor bei der Probe.

Paderborn. Sie sangen und klatschten, musizierten und beteten: 70 Frauen und Männer nahmen am Workshop „Neues Geistliches Lied“ des Dekanats Paderborn teil. Einen Tag lang übten sie Lieder für das Kirchenjahr ein, die sie zum Abschluss in einem musikalischen Abendgebet auch gleich vor Publikum vorspielten.

Als „Neues Geistliches Lied“ werden Stücke mit religiösem Text, aber moderner Musik bezeichnet. Sie haben längst auch Aufnahme in die Gesangsbücher der katholischen wie auch evangelischen Kirche gefunden. „Ihre Bedeutung nimmt mehr und mehr zu“, wissen Markus und Sabine Heßbrügge aus dem ‚Pastoralverbund Paderborn Mitte-Süd‘. Dort haben die Gemeindereferentin und ihr Mann schon häufiger Liedernachmittage organisiert. Das Ehepaar gab jetzt auch den Anstoß zu dem Musik-Workshop. „Wir wollen das Lieder-Repertoire in den Gemeinden dadurch erweitern“, beschreibt Markus Heßbrügge das Ziel der Veranstaltung, die vom Dekanat Paderborn organisiert wurde. Das Interesse war äußerst groß: 70 Musiker, Sänger und Mitglieder von Bands und Chören meldeten sich für den Workshop in der St.-Hedwig-Kirche auf der Lieth an. Sie kamen aus Gemeinden des gesamten Dekanats Paderborn, aber es waren auch Gäste aus Dortmund oder Lippstadt darunter. Die Teilnahme war für sie umsonst: Der Workshop wurde komplett aus dem Förderfonds für Christliche Popularmusik des Erzbistums Paderborn finanziert.

Die beiden Referenten sind wahre Experten auf dem Gebiet des Neuen Geistlichen Liedes und in diesem Bereich sehr bekannt: Horst Christill ist A-Kirchenmusiker am Dom in Wetzlar, Keyboarder, Komponist und Arrangeur. Der Frankfurter Studenten- und Stadionpfarrer Eugen Eckert textet seit 40 Jahren neue geistliche Lieder und ist Gründungsmitglied der Band Habakuk. Drei seiner Lieder haben Einzug in das katholische Gesangbuch „Gotteslob“ gehalten.

Gemeinsam mit den Workshop-Teilnehmern schritten sie auf musikalische Weise durch das Kirchenjahr und übten insgesamt fast 20 Stücke ein. Zu den Stücken zählten Lieder wie „Weil der Himmel und braucht‘, „Du bist auferstanden“ und „In deinen Händen steht die Zeit“. „Das war ein sehr intensiver Tag“, beschrieb es Eckert selber beim musikalischen Abendgebet. Dieses beschloss den Workshop und gab den Musikern die Gelegenheit, einige der Stücke gleich vor Publikum zu testen. Ein Angebot, das von den Menschen der Gemeinde gut angenommen wurde. Eckert erinnerte an den alten Spruch „Wer singt, betet doppelt“ und betonte: „Also haben wir heute sehr viel gebetet.“

Markus Heßbrügge und Theresa Bartz vom Dekanat Paderborn hoffen nun, dass die Teilnehmer als „Multiplikatoren“ fungieren und die kennengelernten Lieder in die Gemeinden tragen und weitergeben. Aufgrund des großen Interesses soll es weitere Veranstaltungen zum Thema Neues Geistlichen Lied geben.

Text und Fotos: Dekanat Paderborn / Birger Berbüsse

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